Autor Thema: Eine Nacht in der Berghütte  (Gelesen 4134 mal)

Edmund Koch

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Eine Nacht in der Berghütte
« am: 08. Dezember, 2008, 15:13:27 Nachmittag »
Ein Mann (Thomas) und eine Frau (Sonja) beide verheiratet, aber NICHT miteinander, werden auf einer Reise in den österreichischen Alpen von einem schweren Schneesturm überrascht. Sie können sich jedoch bis zu einer Hütte vorkämpfen. Dort angekommen bereiten sie sich auf eine Übernachtung vor. Immerhin gibt es einen Schrank voll Decken, zwei Schlafsäcke, allerdings nur ein Bett. Als Gentleman weiß Thomas natürlich, was sich gehört und sagt:
"Sonja, schlafen Sie im Bett. Ich nehme den Schlafsack."
Gerade hat Thomas den Reißverschluss des Schlafsackes zugezogen und die Augen geschlossen, da tönt es aus dem Bett:
"Thomas, mir ist kalt."
Thomas befreit sich aus dem Schlafsack, greift eine Decke und breitet sie über Sonja aus. Dann mummelt er sich zum zweiten mal in den Schlafsack und beginnt, wieder in das  Reich der Träume zu gleiten. Nochmals ist zu hören:
"Thomas, mir ist immer noch kalt."
Das gleiche Spiel: Thomas kriecht aus dem Schlafsack, breitet eine weitere Decke über Sonja aus und legt sich wieder schlafen. Gerade hat er die Augen geschlossen, da sagt sie:
"Thomaaaaassss, mir ist ja immer noch sooooo  kalt."
Dieses mal bleibt Thomas wo er war und antwortet:
"Sonja, ich habe eine Idee. Wir sind hier oben von jeglichem Kontakt abgeschnitten, niemand wird jemals erfahren, was sich heute Nacht hier abgespielt hat!"
Er grinst schelmisch und fügt hinzu:
"Wir können doch einfach so tun, als wären wir miteinander verheiratet."
Sonja hat insgeheim darauf gewartet und haucht:
"Oh ja, das wäre schön."
Darauf brüllt Thomas:

"Dann steh' gefälligst auf und hol Dir Deine Scheiß-Decke selbst..."